Prozessbegleitung GFK
„Mir scheint, dass wir in Zukunft unser Leben und unsere Erziehung auf die Annahme gründen müssen, dass es ebenso viele Wirklichkeiten wie Menschen gibt, und dass wir dies zuallererst akzeptieren müssen, bevor wir weitergehen.“
Carl Rogers
Die Abkürzung „GFK“ benennt die drei zentralen Arbeitsmodelle, welche in der personzentrierten Prozessbegleitung verwendet und miteinander verknüpft werden:
- „G“ bezeichnet die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie von Carl Rogers mit den in diesem Ansatz verwendeten Methoden der Gesprächsführung.
- „F“ steht für Focusing. Dieses Modell von Eugene Gendlin beschreibt den Wandlungsprozess, der in einer Person abläuft, wenn sie sich ihrem inneren Erleben zuwendet.
- „K“ benennt die von Wilhelm Reich ausgehende und seither laufend weiter entwickelte Tradition der Körperpsychotherapie mit ihren Methoden des körperlichen Zugangs zur Person.
ProzessbegleiterInnen GFK unterstützen KlientInnen darin, eine oft als einschränkend oder schwierig empfundene Lebenssituation so zu gestalten, dass sie als befriedigender erlebt wird. Verfestigte und wiederkehrende Muster im Denken und Fühlen, im Erleben und Verhalten einer Person gilt es dabei schrittweise bewusst zu machen, so dass sie aufgelöst oder verwandelt werden können.
Zentrales Ziel ist die Erweiterung der Handlungs- und Wahlmöglichkeiten. In der Zusammenarbeit werden Entwicklungen bei den KlientInnen gefördert, welche ihnen ermöglichen, auf neue Art ihren Themen und der Umwelt zu begegnen. Sie entdecken eigene Ressourcen und lernen, vermehrt ihr Potenzial auszuschöpfen und ihre Verantwortung gegenüber sich selbst und ihrer Umwelt wahrzunehmen.
Das Menschenbild beruht auf den Grundannahmen der Autonomie der Person und ihrer Fähigkeit zu Selbstorganisation, Selbstentfaltung, innerem Wachstum und Verbundenheit mit anderen. Einfühlendes Verstehen, Wertschätzung und Respekt vor der Integrität der Person sind daher für die Arbeit von zentraler Bedeutung. Die Menschen werden in ihrer Ganzheit wahrgenommen - also in ihrem Sprechen, Denken, Fühlen, mit ihrem Körper, in ihrem Verhalten und auch in ihrem sozialen Umfeld. Eine Beziehung, welche durch offene und transparente Kommunikation gekennzeichnet ist, ist grundlegend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
ProzessbegleiterInnen GFK begegnen ihren Klienten/innen unvoreingenommen und nicht mit direktiven Anweisungen oder vorgefassten Meinungen. Vielmehr (er-) finden sie im Dialog mit ihrem Gegenüber Lösungen und entwickeln neue Perspektiven.
Auszug aus GFK-Institut 2009. Weitere Informationen unter